Leider ist das Thema Cybercrime heute keine Ausnahme mehr. Laut dem Bundeskriminalamts sind im Jahr 2010 die registrierten Schäden im Internet im Vergleich zu 2009 um 66 Prozent gestiegen.
Die am meist genutzte Methode ist, den Kontakt per Mail herzustellen. Eine beliebte Methode ist dabei die berühmte Phishing-Mail. Hierbei wird versucht, den User auf eine Internetseite zu locken, die dem Original (z.B. die einer Bank) zum verwechseln ähnlich sieht. Hier wird versucht, hoch sensible Daten vom Surfer abzufragen. Das geschieht zum Beispiel dadurch, dass eine gefälschte Anmeldeseite erscheint, bei der man die Zugangsdaten wie Passwort, Kreditkartennummer oder auch die Bankverbindung eingeben soll. Diese “abgefischten” Daten der getäuschten Surfer wird dann für den Betrüger in einer Datenbank oder ähnlichem gesammelt der diese dann für seine kriminellen Machenschaften nutzen kann.
Die meisten der Phishing-Mails richten keinen Schaden an, sondern sind darauf aus, die sensiblen Daten der User zu erschleichen. Es gibt aber auch Ausnahmen. Denn manche dieser Mails können schon Schaden verursachen, ohne das man seine Daten eingibt. Schon durch das öffnen dieser Mail kann sich sogenannte Spyware auf dem Computer einnisten. Kurz gesagt sind das Programme, die die Aktivitäten am eigenen Computer ausspähen. Diese können Passwörter oder andere persönliche Daten abspeichern indem sie zum Beispiel die Tastatureingaben abspeichern oder im Hintergrund die Festplatte abscannen.
Am besten kann man sich vor solchen Angriffen schützen, indem man im Internet sein Hirn einschaltet. Ihr lacht? Es ist aber wirklich so! Was ich meine ist, dass man im Internet nicht auf alles klicken soll was einem beim surfen über den Weg läuft. Denn manchmal verbirgt sich hinter dem einen oder anderen Link ein sogenannter Trojaner. Die ist eine Software, dass Betrüger ermöglicht durch eine “Hintertüre” Zugang zu einem Computer zu bekommen und so private und sensible Daten zu stehlen.
Beliebte Orte wo sich kriminelle oft rum treiben sind Foren, Pornoseiten, soziale Netzwerke wie Facebook oder Google Plus sowie Internetseite die Warez anbieten.
Auch versuche solche kriminelle Individuen ihr Glück per Mail durch unrealistische Versprechungen. Die meisten Surfer haben schon solche Mails wie “Steigern Sie ihren Gewinn um 200 Prozent” oder “Sie haben 10000 Euro gewonnen”. Aber auch wenn man auf Jobsuche ist es gut mit offenen Augen durch das Netz zu surfen. Es kommt oft genug vor, das durchaus seriöse Internetseiten kopiert werden, um dann die ahnungslosen Surfer mit unberechtigten Anmeldegebühren in die Falle zu locken. Bei solchen Mails oder Internetseiten ist besonders Vorsicht geboten!
Jetzt wisst Ihr also, warum ich schrieb, dass man sich am besten schützen kann, wenn man sein Hirn einschaltet und nicht wirklich auf alles klickt was einem beim surfen über den Weg läuft.
Zusammenfassend noch ein paar Tipps um sich vor Internetbetrug zu schützen:
- Nie ohne Firewall im Internet surfen. Dabei reicht die von Windows mitgelieferte durchaus aus.
- Einen guten Virenscanner installieren und diesen in regelmäßigen Abständen aktualisieren.
- Regelmäßige Backups des Computers die auf einem externen Speichermedium, wie zum Beispiel eine USB-Festplatte, abspeichert werden sind Pflicht.
- Misstrauen. Denn oft gemachte Angaben oder Versprechungen sind oft nur Lockangebote.
- Vorsicht bei Gratisangeboten oder Internetshop mit extremst günstigen Preisen.
- Unerwartete Mail von unbekannten Absendern löschen und nicht öffnen. Erst Recht wenn diese unbekannte Links enthalten oder Passwörter abfragen wollen.
- Keine zu leichten oder zu kurze Passwörter auswählen. Diese sollten immer Groß- und Kleinbuchstaben so wie Sonderzeichen enthalten. Passwörter gehören auch von Zeit zu Zeit gewechselt.
- Kontodaten oder Kreditkartendaten nur auf gesicherten (https) und seriöse Internetseiten eingeben.
- Auf die korrekte Internetadresse bei der Eingabe achten. Sonst besteht die Möglichkeit, auf einer Fakeseite zu landen.
- Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge immer regelmäßig kontrollieren um auffällige Geldabbuchungen so schnell wie möglich zu bemerken.
- Nur mit gesicherten WLAN-Verbindungen ins Internet gehen.
- Passwörter niemals im Browser abspeichern.
Hallo in IE7 sieht dein Design irgendwie seltsam aus.
Hi Peter. Danke für die Rückmeldung. Kannst Du sagen, was denn genau seltsam aussieht?
Hallo, ich nutze den Virenscanner von Avira in Kombination mit Zone Alarm Firewall und Adaware. Seit 10 Jahren nie mehr Viren- oder Spy- Probleme.