Tja so ist das, wenn man krank auf der Couch liegt und zum grübeln kommt. Seit dem Wochenende geht mir da so ein Gedanke durch den Kopf: “Ist es noch notwendig auf einem lokalen PC Software zu installieren oder kann man inzwischen (fast) alles mit Webanwendungen abdecken?”
Wenn ich mir so meinen Laptop ansehe, dann ist da ein Linux (momentan Aptosid) installiert und das einzigste was ich wirklich lokal nutze ist Chromium und Libreoffice. Für alles andere verwende ich Webapplikationen:
- RSS-Reader –> Tiny RSS Reader
- Worddokumente lesen –> Google Docs
- PDF lesen –> Google Docs
- E-Mail –> Webmail mit eGroupWare
- Musik hören –> Google Music und/oder Webradio diverser Sender
- ICQ, Jabber und Skype –> imo.im
- Twitter –> Tweetdeck
Libreoffice benötige ich eigentlich nur zum erstellen von Worddokumente oder Exceldokumente. Dafür ist mir Google Docs zu “einfach”. Zum lesen von Word- oder Exceldateien nutze ich allerdings schon Google Docs.
Es gibt allerdings noch viel mehr Webanwendungen in der Cloud wie zum Beispiel Aviary Music Creator oder Dateiumwandler.
Klar können solche Web-Apps keine Anwendungen im professionellen Bereich wie z.b. Photoshop für Fotografen ersetzen aber für den durchschnittlichen Homeuser ist das meiner Meinung nach eine sehr gute Alternative.
Der Vorteil wäre meiner Meinung nach, dass hier so manches an Hardwareressourcen wie Festplattenspeicher oder RAM gespart werden kann. Aber auch die “Überallverfügbarkeit” solcher Anwendungen sind bestimmt von Vorteil. Man muss aber auch sagen, dass es auch Nachteile gibt wie z.B. die Abhängigkeit einer Onlineverbindung. Sollte man mal gezwungenermaßen nicht mit dem Internet verbunden sein, so kann man diese Online-Apps nicht nutzen.
Nutzt Ihr eigentlich solche Webanwendungen? Wenn ja, welche?

Gerade heute morgen habe ich darüber auch nachgedacht. Einer der Gründe, den ich darin sehe, dass viele “einfache” Anwendungen ins Web verlagert werden, ist die niedrige Benutzungsschwelle.
Wenn ich klassische Software benutzen will, muss ich sie erst installieren. Und ich lade mir dabei irgendwas auf die Festplatte, bei Windows können daduch schonmal irgendwelche Sachen kaputtgehen oder sonstwas.
Webanwendungen hingegen können auch von Leuten designt werden, die “nur” Ahnung vom Web haben, müssen nicht auf verschiedene Platformen angepasst werden oder sich mit den daraus entstehenden Problemen herumschlagen.
Außerdem – und das ist der entscheidende Punkt – reicht ein einfaches Anmelden (oder per Facebook einloggen) und schon kann man sie nutzen. Keine Installation, kein Ballast auf der Festplatte, keine nervigen Updates, die man eventuell installieren muss.
Ich denke der Grund, warum so viel in die “Wolke” geht, ist einfach die Bequemlichkeit.
Klar ist die Bequemlichkeit der Hauptgrund Nummer eins, denke ich zumindest mal. Aber auch der Vorteil, dass es wirklich überall (Internet vorausgesetzt) und Plattformunabhängig nutzbar ist.
Allerdings würde ich nie Anwendungen (Cloud) für private/sensible Daten nutzen.
Ich denke auch das Plus ist die Verfügbarkeit, nebenbei ist man nicht mehr von einzelnen Plattformen (wie seinerzeit z. B. Windows) abhängig, da alles durch Webstandarts realisiert wird. Ein bisschen Angst habe ich aber schon noch davor, alles was ich habe in die Wolke zu schieben.
Zu Deiner Frage: ich nutze in der Fernbeziehung zu meiner Freundin mit Ihr gemeinsam einen Google-Kalender. Für diesen Zweck ist das Teil natürlich prädestiniert. Darüber hinaus benutze ich ein Android Smartphone. In Prinzip auch nur ein kleines Fenster zum Internet.
Wegen der sinkenden Leistungsfähigkeit von Hardware mache ich mir aber keine Sorgen mehr, seitdem ich einige Benchmarks von HTML 5 gesehen habe
Na ja mann soll ja nicht “alles was man hat” in die Wolke schieben.
Bei all den Vorteilen sollte man natürlich schon sein “Hirnschmalz” einschalten.
Braucht HTML5 so viel HW Ressourcen?
Ich hab keine Ahnung, was bei HTML 5 noch alles passieren soll (HW-Beschleunigung usw.) aber es kochen so viele Parteien an dem Brei, dass es wohl noch ewig dauern wird, bis die mal zu Rande kommen.
Beispiel: http://ie.microsoft.com/testdrive/Performance/FishBowl/
Habe vor einem Jahr getestet, da war es katastrophal. Heutzutage gehts bei den meisten Browsern schon.
Ich nehme meine Aussage diesbezüglich also wieder zurück.
Einmal seh ich darin das Problem, ob das Internet das in Zukunft packen wird. Viele Seiten sind jetzt schon sehr langsam, viele “Sonderangebote” von Hostern bieten derart eingeschränkte Leistung dass Scripte nicht ordentlich funktionieren usw. Abwarten und Tee trinken
Zusätzlich ist Sicherheit ein großes Thema bei diesen Dingen, wer Spiele spielt wird wissen dass selbst große Konzerne in letzter Zeit regelmäßig gehackt wurden (Blizzard, EA usw.), wie sieht es da um die Sicherheit meiner Daten aus. Die meisten Sachen wären sicherlich relativ uninteressant für andere, trotzdem sind es meine Daten. Da sehe ich das größte Problem.
Also ich gehe mal davon aus, dass diverse Anbieter von solchen Web-Apps schon dementsprechende Server dahinter stehen haben. Ich rede ja nicht von irgendwelchen Leuten, die ihre Sachen auch einem Billigspace ala Strato und Co hosten.
Logisch ist Sicherheit eines der größten Aspekte und private Sachen gehören sowieso nicht in die Cloud. Never!
OK, das versteh ich dann ja schon aber warum sollte ich Daten im Netz laden wollen wie Beispielsweise Office? RSS, Twitter und ICQ machen sicher Sicherheitshalber sogar Sinn damit man die offenen Ports nicht aufm Rechner aufmacht ^^ Aber Office find ich eher Hinderlich, wenn man immer erst hin und herladen muss. Außer Internet über Kabel sind die DSL Geschwindigkeiten was den Upload angeht doch noch sehr eingeschränkt, zumindest bei mir
Ich muss zugeben, dass ich den “Clouds” nicht wirklich vertraue. Sei es was die Verfügbarkeit anbelangt (kein Internet, keine Funktion), die Performance (schon mal mit einem Web-Bildbearbeitungsprogramm gearbeitet?) und natürlich der Datenschutz (der Betreiber liest mit). Jede Aktion in einer Web-App erfordert eine Hintergrundtransaktion mit dem Internet. Man sollte schon eine dicke DSL-Leitung haben, wenn man dann noch nebenher Webradio hören möchte, viele Tabs im Browser offen hat, skyped, usw.
Webanwendungen als SaaS haben ihre Daseinsberechtigung, keine Frage. Aber die komplette Arbeitsumgebung in eine Cloud zu stecken hielte ich für unsinnig.
Na ja also die komplette Arbeitsumgebung in die Cloud zu legen wäre dann ja auch “etwas” übertrieben oder?